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Mein Reitrevier ;-)

wanderreiter.jimdo.com
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Forestle - Im Internet suchen & Regenwald retten

Betretungsrechte für Reiter / Reitplakettenpflicht

Wald-/Reitwegegesetz

Das Thema Plakettenpflicht und Wald- bzw. Reitwegegesetz ist ganz schön verwirrend für einen Einsteiger. Jdes Bundesland geht etwas anders damit um! Und man findet die Verordnungen unter verschiedenen Namen.

 

Wer als Wanderreiter eine lange Tour plant, muß sich genau ansehen, in welchem Bundesland er reitet und sich entsprechend informieren. Ganz schön aufwändig! Ist aber nicht zu ändern.

Wo darf man überhaupt langreiten?

Querfeldein? Abkürzungen? Das kann Ärger geben!

Erfahrungsberichte

Georgimaus19

Was uns bei dem Wanderritt am Wochenende passiert ist, hab ich auch noch nie erlebt.
Wir wollten eine Abkürzung auf einen Feldweg nehmen, also an einer umzäunten Plantage vorbei, und dann gings um die Ecke auf ein seeehr bewachsenes Wiesenstück, ca. 3m breit. War ein bisschen eng, da rechts der Zaun, und links der Wald anfing. Umdrehen ging da nur an wenigen Stellen. Aber unsere Pferde gingen brav durch und in etwa 500 m wären wir auf einem Feldweg gewesen. Am Übergang stand aber leider ein erboster Mann mit seinem dicken Jeep (kein Förster) und wollte uns einfach nicht durchlassen. Er beschimpfte uns wüst, obwohl da wirklich nur Brennesseln standen, und wir eine Nische genommen haben, wo man sah, das schon einmal durchgeritten wurde. Choleriker. unmögliche Leute gibt's. Denn das Drehen wurde schwierig. Im Grunde haben wir dann eine halbe Stunde Umweg inkauf nehmen müssen, nachdem wir endlich alle Pferde umgedreht hatten. Echt doof.  #410

elimadanca

Thema: Wiese durchreiten!
Egal, wie schmal ein Wiesenstück ist und egal, wie schützenswert der Bewuchs Deiner Meinung nach ist oder nicht ist, (Brennesseln sind zum Beispiel sehr wichtige Nahrungspflanzen für vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsarten und sollten in keinem Naturschutzgarten fehlen!) wo kein Weg ist, ist Durchreiten und Durchlatschen tabu! Egal, ob es eine schöne Abkürzung ist, oder nicht. Denn überall dort, wo die erste Spur zu sehen ist, werden bald Weitere der Spur folgen (Ihr habt das ja auch gemacht.) und den Schaden immer mehr vergrößern. Hohe Wiesenstreifen an Waldrändern können auch Ruhezonen für Rehe sein. Woher will man so genau wissen, welche ökologische, schützenswerte Bedeutung der Wiesenstreifen, der da vor einem liegt, gerade hat? Daß vor einem selbst bereits andere etwas falsch gemacht haben, ist kein Grund, es auch zu tun!
Oberste Pflicht eines Wanderreiters ist, sich vor einem Ritt mit möglichst aktuellen und genauen Karten auseinanderzusetzen und ausreichend Zeit für den Ausritt einzuplanen, dass vor Ort sichtbar werdende Probleme im Gelände umritten werden können. Wer sich daran nicht hält, bringt alle aufmerksamen und achtsamen Wanderreiter mit in Verruf und provoziert massive Begrenzungen der Wanderreiter! Das Thema haben wir bereits gestreift. Und ich denke, man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass letztlich nur der sensible, gewissenhafte Umgang des Reiters mit der Natur, die er durchreitet, ihm die Bewegungsfreiheit in derselben wahrt. Wer sich einmal zum Thema Reitwegegesetz umgesehen hat, weiß, wovon ich schreibe und wie heikel dieses Thema ist. So mancher Rittführer kann erzählen, wie er sich mit viel Geduld, Aufklärungsarbeit und Kooperationsbeweisen „sein“ Ausrittgebiet erarbeiten bzw. den vor Ort Weisungsbefugten abringen musste. Zwischenfälle, wie Du ihn beschrieben hast, sind da nicht besonders förderlich. Sich wiederholende Provokationen führen zur Verhärtung der Fronten und zu sich mehrenden amtlichen Verordnungen, die für die Vermeidung von Interessenkonflikten sorgen sollen.
Warum betonst Du, daß der Mann, der sich Euch in den Weg stellte, kein Förster war? Hat jemand, der kein Förster ist, der Bauer zum Beispiel, der seine Wiese vor der Zerstörung durch Reiter schützen möchte, kein Recht, sein Eigentum zu verteidigen? Ich denke, es ist müßig, sich nun Gedanken darüber zu machen, wer der Mann war, der sich Euch in den Weg gestellt hat und mit welchem Recht er das gemacht hat. Entscheidend ist vielmehr, daß das Durchreiten einer hohen Wiese durchaus sowohl ökologischen als auch ökonomischen Schaden anrichten kann! Das macht ein sensibler Wanderer und Reiter einfach nicht.

In der Eifel werden wir von unserem Scout immer wieder ermahnt, auf unsere Rücksichtnahmepflicht zu achten, damit wir die Freiheiten, die wir dort trotz Reiterplakette genießen, nicht gefährden.
In Gesprächen wird oft deutlich, wie sehr es einem als - ich nenne es mal - naturfern lebender Mensch oft an notwendiger Sensibilität für Problemsituationen mangelt, wenn man nicht täglich mit Naturschutz und durch Gedankenlosigkeit verursachte Naturschäden konfrontiert ist.
Wenn dann Betroffene total genervt überreagieren, kann ich das sogar irgendwie verstehen.  #418

Wessi

Wiesen bereiten - auf Wiesen dürfen wir ganz offiziell nach der Heuernte drauf. Durch hohes Gras etc. reite ich ungern und daher fast nie - denn die Pferd können nicht richtig erkennen, wohin sie treten und stolper dann recht häufig und schmerzhaft, das muss nicht sein.
Einzige Ausnahme bildet unsere Winterkoppel über die wir den Hof im Moment verlassen um nicht durchs Dorf reiten zu müssen. Dort haben wir aber eine Erlaubnis.

 

Hykezy

Reitwege: Deine Ausführungen dazu kann ich nur voll und ganz unterstreichen. Manch ignoranter Reiterkollege macht mich mächtig aggressiv, da durch oft unsensibles Verhalten die Situation für die Reiterschaft insgesamt geschädigt wird. Wir kennen das alle - manchesmal muss entlang der Strasse geritten werden und da gibt es Strecken, deren Nutzung für Pferd und Reiter selbstmörderisch wären (weil sich auch Autofahrer nun mal nicht immer an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten bzw die gebührende Rücksicht vermissen lassen). Also wird "illegal" der Radweg genutzt, was auch führenderweise nicht zulässig ist. Wenn mein Pferd nun seine "Stoffwechselendprodukte" abgibt, steige ich gefälligst vom Pferd und beseitige diese! Derzeit touren hier wieder lokale (halbkommerzielle) ReitersLeute auf den Radwegen, deren Endprodukte (und das sind Mengen!) die Gemeinde dazu veranlasst hat, einen Aufruf zu starten, dass doch bitte Radwege benutzende Reiter zu melden sind, da es sich um eine Verkehrswidrigkeit handelt. Wunderbar, danke auch, Ihr lieben Reiterkollegen - Ihr habt mit Eurem Verhalten mal wieder zur Verschlechterung unserer Situation und unseres Ansehens beigetragen.

Die gute Nachricht: mein Landnachbar kam kürzlich vorbei und sprach mich auf die Situation an. Dass wäre ja nun echt blöd für uns und wenn ich wolle, könne ich in der Spritzspur "heimlich" über seinen Acker zum Waldweg reiten. Von wegen reiterfeindliche Landwirte!  #1488