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Dressur und klassische Reitkunst

Durch Negativbeispiele in der Dressursport-Szene geriet diese Art mit Pferden zu arbeiten leider in Veruf. Das hat dieses Trainingssystem aber eigentlich nicht verdient.

Dressur bedeutet im Grunde nichts anderes als Training zur Schulung von Kraft und Geschmeidigkeit des Pferdes. Sie beginnt grundsätzlich mit der Bodenarbeit.

 

Pferdegerecht gearbeitet vermittelt Dressur-Reiten einerseits Grundlagen des Reitens, andererseits wird das Pferd mit dieser Reittechnik gymnastiziert. Zugleich lernen Pferd und Reiter, sehr differenziert miteinander zu kommunizieren. Davon profitieren Mensch und Tier auch im Gelände.

 

Außerdem:

  • Nur ein bewegliches Pferd vermag auf engen Wegen zu wenden.
  • Punktgenaues Dirigieren/Reiten in alle Richtungen kann ebenfalls im Gelände sehr nützlich sein. 
  • Ein gut untertretendes Pferd, das seinen Rücken aufzuwölben gelernt hat, kann das Reitergewicht besser tragen.

 

 

Hier (http://www.anjaberan.de/deutsch/klassische-reitkunst/was-ist-das/) kann man lesen, daß der Reiter in der klassischen Reitkunst seine Hilfen minimiert, sobald das Pferd zu antworten beginnt. Vertreter der klassischen Reitkunst verfolgen dabei das Ziel, das Pferd so frei als möglich gehen zu lassen sobald es seine Lektionen beherrscht. Dieses Prinzip  ist für das Wanderreiten sehr passend.

Dressurarbeit muß nicht zwangsläufig in der Halle oder auf dem Platz stattfinden. Gymnastizierende Aufgaben vermag ein achtsamer, erfahrener Reiter natürlich auch im Gelände zu reiten, wenn er die dafür passenden Bodenbeschaffenheiten vorfindet.

 

 

Die in der Dressur übliche zweihändige Zügelhaltung und die in der Sportdressur zu beobachtende straffe Anlehnung, sowie permanent treibende Hilfen sind im Gelände und vor allem auf mehrstündigen Wanderritten so nicht sinnvoll. Das heißt aber nicht, daß man Partner Pferd im Gelände einfach laufen läßt. Die Kontrolle oder besser gesagt der Kontakt bzw. die Kommunikation findet nur auf eine andere Weise statt.

 

Ein Wanderreitpferd muß lernen, auch ohne fortwährend treibende Reiterwaden oder Stiefelfersen fleißig zu gehen und gut unterzutreten. Darin sollte es vor allem durch guten Sitz unterstützt werden. Damit ist nicht unbedingt der Dressursitz, sondern ein gut ausbalancierter der Bewegung des Pferdes angepaßter Sitz gemeint. Ein konstanter Rhythmus kann hierbei nicht auf jedem Boden erwartet werden. Vielmehr müssen sich Bewegungsrhythmus und Tempo dem Gelände anpassen. Das Pferd muß lernen, den Boden einzuschätzen und sich den Weg am langen Zügel selbst zu suchen. Dabei sollte es sich selbst tragen.

 

Wenn Hilfen auf punktuelle Impulse reduziert werden, spricht man vom Signalreiten.

 

Vor diesem Hintergrund betrachte ich Dressur als einen Baustein von vielen, der in der Ausbildung des Reiters und des Wanderreitpferdes denkbar ist.  Dressurarbeit mit dem Ziel grundlegender, gesunder Körperschulung macht für jedes Pferd Sinn. Die verschiedenen Vertreter der klassischen Reitlehre zeigen mit ihren individuellen Konzepten auf, daß sich die Grundidee der Dressurarbeit in verschiedenen Formen realisieren läßt. Für die Arbeit mit dem Wanderreit-Pferd benötigt man ein Konzept, daß sich mit dem im Gelände geflegten/gewünschten Reitstil verknüpfen läßt, ohne das Pferd zu verwirren.

Für den Reiter kann es eine große Bereicherung sein, Sitz und Hilfengebung auf einem guten Dressur-Schulpferd überprüfen zu lassen und dabei auch mal Aufgaben zu reiten, die mit einem völlig anders ausgebildeten Geländepferd so (zunächst) nicht möglich sind.

 

Wie Klassische Reitkunst und Horsemanship zusammengehen wird hier formuliert:

http://www.reitschule-oersberg.de/index.html?klassische-reitkunst-trifft-horsemanship.html

Videobeispiele

... geben besser als jede Beschreibung Einblick in das Dressurtraining.

Ohne praktische Erfahrung fällt es allerdings schwer, das was man da sieht zu beurteilen.

Was ist klassische Dressur?

Definitionen:

Beispiel für falsche und korrekte Kopfhaltung des Pferdes.

Der übermäßig nach innen gezogene Kopf, bei dem die Nasenlinie hinter die Senkrechte gerät und der zu stark gebogene Hals ist nicht nur unnatürlich, sondern er verursacht beim Pferd auch gesundheitliche Schäden, wenn es dauerhaft in diese Haltung gezwungen wird. Die schon lange heftig diskutierte "Rollkur" ist seid Februar 2010 offiziell als Trainingsmethode verboten (Petition gegen Rollkur).

Interessanterweise tauchen manche Pferde aber auch ohne straffe Zügelhaltung derart mit dem Kopf ab, daß ihre Nasenlinie hinter die Senkrechte gerät.

Der beim Reiten zu hoch getragene Pferdekopf ist auf andere Weise schädlich. Das Pferd drückt gleichzeitig seinen Rücken weg. Ohne Aufwölbung der Wirbelsäule vermag es das Gewicht des Reiters nicht zu tragen, ohne auf Dauer Schaden zu nehmen. Daher ist es für jedes Pferd wichtig, den Kopf zu senken und den Hals/Nacken zu dehnen. Dabei richtet das lange Rückenband die Dornfortsätze der Wirbel auf und der Rücken hebt sich. Der tiefe Kopf führt zu einer vorderlastigen Bewegung, der durch Aktivierung der Hinterhand entgegengewirkt werden muß. Reiten mit übertrieben tiefer Dehnhaltung birgt ebenfalls Gefahren. (Überdehnung, Überlastung der Vorhand) V/A = vorwärts/abwärts reiten muß daher wohl dosiert zur gezielten Entspannung eingesetzt werden. Beim Reiten sollte der Kopf nicht tiefer als das Buggelenk getragen werden. Für Arbeitspferde, Wanderreitpferde und Distanzpferde gilt das wegen der Langzeitbelastung in ganz besonderer Weise.

Auf www.klassisch-reiten.at kann man nachlesen, wie V/A in der klassischen Reitkunst verstanden wird. >klick<

Es besteht nicht nur eine Wechselbeziehung zwischen Beinarbeit, Kopfhaltung und Tragkraft des Pferderückens. Auch die Haltung des Reiters (Becken-Beine-Rücken-Schultern-Kopf-Arme-Hände) beeinflussen das Pferd. In der Dressur wird daran gearbeitet, all das zu optimieren.

Richard Hinrichs

Einfach mal nur schauen und vergleichen. ...