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OSM

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Forestle - Im Internet suchen & Regenwald retten

Kartenmaterial


Was ist besser? digital oder gedruckt?

Die Antwort wird wohl jeder ein wenig anders beantworten. Wiederholt las ich von begeisterten GPS-Nutzern die Meinung, man solle vor allem in fremdem Gelände beides mitnehmen. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen kann ich diese Meinung nur unterstreichen. Das gilt ganz besonders in Gebieten, wo es kein gut beschildertes Wanderwegenetz gibt.

 

Für die weiträumige Orientierung im Gelände sind gedruckte Wanderkarten sehr wichtig, weil der Kartenausschnitt auf dem GPS-Gerät sehr klein ist. Für die Orientierung im Nahbereich benutze ich gerne ein GPS-Gerät mit Kartenanzeige und für das Verfolgen einer vorgegebenen Strecke möchte ich den Forerunner 205 nicht mehr missen.

 

Bei der Tourvorbereitung arbeite ich am liebsten mit digitalen Kartenwerken am PC.

 

Beide Systeme, Papierkarten und digitale Karten, haben ihre Vor- und Nachteile. Der unschlagbare Vorteil der Papierkarte: sie funktioniert unabhängig von Akkus und Satellitenempfang. Die ausgebreitete Karte vermittelt eine wesentlich großräumigerere Übersicht, als das kleine Display eines GPS-Gerätes.

Bei guter Sicht orientiere ich mich gerne an Landmarken. Die sind auf einem kleinen Kartendisplay unter Umständen sehr schwer auszumachen.

Bei schlechter Sicht (Wald, Nebel) finde ich eine GPS-Zielanzeige unschlagbar. Ein Kompaß hilft nur solange man weiß, wo man sich genau befindet!

Kartenaktualität

Das ist ein schwieriges Thema. Nicht jede Karte, die auf dem Markt ist, ist auch aktuell. Das gilt für die gedruckten und digitalen Kartenwerke in gleicher Weise, einschließlich Google-Earth. Feld- und Wiesenwege können untergepflügt oder zugewachsen sein, in Wäldern können in Karten nicht verzeichnete Rückeschneisen irritieren. Ein sorgfältig vorbereiteter GPS-Kurs, der unterwegs als Scout eingesetzt wird, erleichtert in solchen Situationen das Finden der richtigen Wegabzweige. Doch die beste Vorbereitung nutzt nichts, wenn die ausgesuchten Wege verschwunden sind und man die Tour unterwegs "umkrempeln" muß. In so einer Situation empfinde ich den über die Karte wandernden GPS-Cursor als besonders große Hilfe. Er zeigt mir dann sogar auf einer unvollständigen OSM-Karte, wo in etwa ich mich im Wegelabyrinth des Waldes befinde und in welche Richtung ich mich bewege, während ich mit einer fehlerhaften Papierkarte im fremden Wald langsam aber sicher Zweifel bekomme, ob ich tatsächlich da bin, wo ich denke.

 

Kartengenauigkeit

Die Zuverlässigkeit und vor allem die Genauigkeit von Karten ist nur durch direkten Vergleich verschiedener Kartenwerke zu beurteilen. In diesem Thread >Genauigkeit von Karten< (Naviboard) zeigt ein erfahrener Rasterkarten-Nutzer gravierende Unterschiede zwischen verschiedenen Rasterkarten auf. Rasterkarten für GPS-Geräte sind digitalisierte Papierkarten, die vom Alpenverein, dem Kompass-Verlag, MagicMaps und verschiedenen Landesvermessungsämtern angeboten werden. Es gibt auch Programme, mit deren Hilfe man eingescannte Papierkarten für den Gebrauch in GPS-Anwendungen referenzieren kann.

Für die Kartengenauigkeit spielen einerseits der Detailgrad der Karte sowie die Vollzähligkeit der Wege und Orientierungspunkte eine wichtige Rolle und andererseits die Lagegenauigkeit der eingezeichneten Objekte.

Gut zu wissen:

Im Zuge der Generalisierung kommt es bei der Erstellung von analogen Karten zur sogenannten Verdrängung. Das bedeutet, daß das Kartenbild zur Verbesserung der Lesbarkeit abhängig vom Kartenmaßstab mehr oder weniger vereinfacht wird  und die dargestellten Objekte bei Bedarf etwas verschoben werden. Bei der ursprünglichen Art der Nutzung (mit der Karte in der Hand Wegenetz und Topografie visuell erfassen) hat das nicht gestört. Im Gegenteil. Bei der Nutzung auf GPS-Geräten, kann die Verdrängung jedoch dazu führen, daß Objekte im Kartenbild gegenüber der erfaßten GPS-Position versetzt erscheinen.

Bei Vektorkarten gibt es Verdrängungen in dieser Form nicht. Gute Vektorkarten zeigen die Objekte stets lagetreu. Abhängig von der Programmierung des Layouts werden statt dessen in bestimmten Zoomstufen Objekte ein-/ausgeblendet und/oder die Darstellungsform (z.B. Liniendicke bei Straßen) gewechselt.


Wanderwegmarkierungen sind eine wichtige Orientierungshilfe. Es gibt bislang nur ganz wenige digitale Karten die sie anzeigen. (2009/09) Da haben die Papierkarten die Nase vorn. Aber was nutzen sie, wenn die Wege verlegt und die Karten noch nicht aktualisiert sind? Sommer 2009 las ich wiederholt von Verlegungen verschiedener Routenabschnitte. Große Wandervereine weisen auf ihren Homepages auf solche Änderungen hin und stellen vermehrt GPS-Tracks als Download zur Verfügung. Die lassen sich dann natürlich nur auf digitalen Karten nutzen.

 

Es gibt Programme, mit denen man eingescannte Wanderkarten kalibrieren kann. Anschließend lassen sie sich auf einem GPS-Gerät verwenden. Viel Arbeit aber durchaus nützlich, wenn es vom gesuchten Gebiet keine digitalen Rasterkarten im Handel gibt. So werden Papierwanderkarte und GPS ein gutes Team.

 

Wanderkarten sind auch dann für Reiter nützlich, wenn sie weder Reitwege noch Reitverbote anzeigen. Besser wäre natürlich eine Reitkarte. Doch wenn es keine vom fraglichen Gebiet gibt, muß man sich eine Wanderkarte entsprechend präparieren. Für die Orientierung im Gelände sind Karten im Maßstab 1:25.000 am besten geeignet, weil sie neben den Wanderrouten auch das unmarkierte Wegenetz anzeigen.

Es gibt viele gut erschlossene Wanderregionen, in denen man sich mühelos ausschließlich anhand der Wanderwegmarkierungen orientieren kann. Dem Reiter helfen diese Wegmarkierungen allerdings nur wenig, wenn er sich in einem Gebiet befindet, wo die ausgewiesenen Wanderwege nicht zum Reiten geeignet sind und er auf unmarkierte Wegstrecken ausweichen muß.

Die Orientierung auf ungekennzeichneten Wegen ist für einen Ortsunkundigen speziell in unübersichtlichem Waldgelände mit einer topographischen Karte allein häufig schwierig. Da benötigt man zusätzlich einen Kompass, um die Richtung nicht zu verlieren. Mit einem Magnet-Kompass vom Pferderücken aus navigieren ist allerdings etwas schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Die Richtungsanzeige des GPS-Kompass ist dagegen auch während des Reitens problemlos ablesbar. 

 

Neben dem GPS-Kompass ist auch die Kartenanzeige auf GPS-Geräten eine große Hilfe, weil man jederzeit den Standort auf der Karte anzeigen lassen und sich von diesem Punkt aus weiter orientieren kann.

Wenn das Lesen feiner Linien auf Papierkarten zum Problem wird, kann man vergrößerte Ausdrucke mitnehmen. Am einfachsten sind für mich die Ausdrucke der Top10-Karten vom LVA zu lesen. Das Wegenetz ist sehr klar zu erkennen und die am PC eingegebene Route wird farblich hervorgehoben. Doch fehlen in diesen Karten die Höhenlinien und somit für die Orientierung wichtige Informationen über die Geländeform. In kniffeligen Situationen benötige ich dann doch die "normale" topographische Karte.

 

Die digitalisierten topografischen Kartenwerke der Landesvermessungsämter können in Online-Portalen nicht nur eingesehen werden. Zusätzlich werden tools zur Verfügung gestellt, mit denen man Routen eintragen und ausdrucken kann.

Bei digitalen Kartenwerken für PC und GPS-Gerät muß zwischen Rasterkarten und Vektorkarten unterschieden werden. Die Anzeige von Wanderwegmarkierungen ist in nur wenigen digitalen Kartenwerken eingebunden. Statt dessen werden in einzelnen Angeboten sowohl Wanderrouten als auch Fahrradrouten als Track zum Download bereit gestellt. Die lassen sich auch auf ein kartenloses Geräte-System wie den Forerunner205 einlesen. Derartige Tracks findet man inzwischen auch in immer umfangreicher werdenden Routenportalen, wo man viele interessante Strecken mitsamt Erfahrungsberichten finden kann. Auch in OSM-Wiki nehmen die Seiten zu,  in denen Wanderouten mit Downloadlinks gelistet werden. Und die Wanderwegliste der OSM-Wander-Reit-Karte bietet Zugriff auf GPX-Daten von sämtlichen angezeigten Wanderrouten.  Ein Ersatz für die auf den Wanderkarten zu findenden Wanderwegmarkierungen sind die Tracks aber nicht. Auf einem GPS-Gerät kann immer nur eine begrenzte Anzahl von Tracks dargestellt werden. Das gesamte Wanderwegenetz wird mit Hilfe von Tracks nicht sichtbar. Aber dafür haben wir ja seit 2009 die OSM-Wander-Reit-Karte. :-)

Inzwischen probierte ich verschiedene GPS-Geräte aus. Beim Reiten bevorzuge ich für die Anzeige von Route oder Kurs ein kartenloses GPS-Gerät, das ich wie eine Uhr am Arm trage. Das finde ich beim Reiten am bequemsten, weil es in jeder Licht- und Wettersituation gut ablesbar ist und nicht "ausgepackt" werden muß.

 

In kniffeligen Situationen benötige ich natürlich eine Karte. Da kommt inzwischen immer häufiger mein VistaHCx mit der OSM-Karte zum Einsatz. Der besseren Übersicht wegen bevorzuge ich in fremdem Gelände allerdings immer noch eine Papierkarte. Außerdem ist sie je nach Lichtverhältnissen wesentlich besser ablesbar. Damit ich die Karte auch auf dem Pferd schnell zur Hand habe, drucke ich die Route in DinA4 große Abschnitte aus und stecke die Ausdrucke in Sichthüllen. Gefaltet passen die bequem in die Brusttasche der Weste. Muß ich mehrere Ausdrucke mitnehmen, werden die Blätter der Route entsprechend nummeriert. Die gerade nicht benötigten Kartenteile stecke ich in eine andere Tasche. So wird das "Gezettel" übersichtlich organisiert.

 

Wie gut sich GPS-Geräte mit Kartenanzeige auf dem Pferd für die Orientierung im Gelände einsetzen lassen, hängt einerseits von der Ablesbarkeit des Displays unter verschiedenen Lichtverhältnissen ab und natürlich auch vom Kartenmaterial. Da Empfehlungen auszusprechen ist schwierig, denn es kommen immer wieder neue Geräte mit neuen Möglichkeiten auf den Markt.

 

Topografische Karten

 Wer einmal weiß, wie topografische Karten zu lesen sind, erkennt in ihnen ein detailliertes Bild der Landschaft. Höhenlinien informieren über Steigungen, Farben über Bewaldung und Bebauung, Linien über Widmung und Beschaffenheit der Wege und vieles andere mehr.  ...  > weiter

 

 

Können sich Reiter mit Wanderkarten orientieren?

 Spezielle auf die Bedürfnisse der Reiter ausgerichtete Karten gibt es hauptsächlich von Gebieten, in denen Reitwanderrouten angelegt wurden. In diesen Karten werden pferdefreundliche Gasthöfe und Wanderreitstationen angezeigt. In vielen Gebieten gibt es aber keine ausgewiesenen Reitwege und demzufolge auch keine amtlichen Reitkarte. Ist da in solchen Fällen eine Wanderkarte eine gute Alternative? ... > weiter

Reitwegekarten

In nur wenigen  Wander-/Freizeitkarten ist die Anzeige von Reitwegen integriert. Reitverbote? Fehlanzeige. Ein Beispiel, wie die Anzeige von Wander, Reit -und Radwegen in einer Karte zusammen gebracht wird, ist die ganz neue Wanderkarte vom Naturpark Eifel.

 

In manchen Bundesländern gibt es gar kein separates Reitwegenetz. Also kann es natürlich auch keine Karten dafür geben. Dort, wo Reitwege von Amts wegen ausgewiesen werden und im Umkehrschluß in diesen Gebieten das Reiten auf anderen Wegen zum Teil erheblich eingeschränkt oder gar ganz verboten ist, werden auch amtliche Karten bereitgestellt. ... > mehr

 

 

 

Routenportale als Planungshilfe nutzen?

Da das Ausarbeiten einer Wanderreitroute unter Umständen sehr mühsam werden kann, sucht man verständlicherweise nach Planungshilfen. In dem Routenportal GPSies kann man Routen nach Eignung geordnet anzeigen lassen. Sie werden von den Anwendern hoch geladen. Auch Reittouren sind dabei. Bevor man so eine Route nachreitet, sollte man sich aber besser informieren, ob die Tracks noch aktuell sind. Gerade in einem Freistellungsgebiet wie der NRW-Eifel ändern sich mancherorts Zugangsmöglichkeiten immer wieder. Ich fand dort schon als Reitroute ausgewiesene Tracks, die streckenweise auf für Reiter gesperrte Wege verlief.

Die OSM-Wander-Reit-Karte

Die geschilderte Problematik führte letztlich zur Entstehung der OSM-Wander-Reitkarte

Ende 2008 machte MitBlakkur im Reitforum auf eine interessante Idee aufmerksam: Mit Hilfe von OSM-Daten eine eigene Wander-Reit-Karte bauen. Was als kleine regionale Karte begann, steht nun im Internet als ein Kartenwerk zur Verfügung, in dem nicht nur ganz Deutschland, sondern auch angrenzende Gebiete erfaßt sind.

 > OSM-Karten

Bis daraus eine gute Planungsgrundlage für Reiter wird, ist allerdings noch viel zu tun. Während die Erfassung der Wanderwege rasant zunimmt und auch immer mehr Reitverbote und Reitwegmarkierungen sichtbar werden, erschien von den im Internet beworbenen Wander-Reit-Routen bislang (Nov 2009) noch keine einzige im Wegeverzeichnis. Bin sehr gespannt, wann die erste auftaucht. Es liegt nun in den Händen der Reiter selbst, wie gut und informativ die erste deutschlandweite Wander-Reit-Karte wird.

Nebenbei bemerkt:

Das Lebensministerium Sachsen gab 2004 einen Leitfaden zur Erstellung reittouristischer Karten heraus. 

Tourvorbereitung

Bei der Tourvorbereitung sollte man sich nicht auf eine einzige Karte verlassen. Touren durch unbekanntes Gelände erarbeite ich immer mit mehreren Karten.

So z.B.

- mit der top-10 von NRW, die man online bei TIM einsehen kann,

- entsprechenden Wanderkarten

- oder mit dem TourExplorer von MagicMaps dessen Karten ebenfalls auf den amtlichen Topo-Karten basieren.

 

Interessant, wie unterschiedlich der Stand der Kartenwerke teilweise ist! Im Zweifel ziehe ich auch noch zusätzlich Google-Earth zu Rate. Dieses System wird allerdings ebenfalls nur im Abstand von mehreren Jahren aktualisiert.

 

Im Internet gibt es verschiedene RoutenPortale. Viele arbeiten mit Satellitenkarten von Google-Maps oder Yahoo. Ein besonders interessantes Kartenportal ist GPSies. Dort kann man während der Tourplanung zwischen verschiedenen Kartenansichten wechseln. Auch die freie Weltkarte "OSM"= OpenStreetMaps ist dort eingebunden.

Die OSM-Wander-Reit-Karte allerdings nicht. Die präsentiert sich dafür inzwischen mit einem eigenen Routeneditor von Harald Kirsch.